Geschichte
Wohl schon bald nach der Markterhebung im Jahre 1434 wird ein Ratsgebäude an entscheidender Stelle des Ortes errichtet, nämlich an der Wegegabelung hinauf zur Stiftskirche und deren Gebäuden einerseits und den unten entlang der jetzigen Münchener Straße befindlichen Häusern der Bürger und Handwerker.

Das Rathaus wird nach 1700 neu errichtet und der Bau 1725/26 vollendet, 1795 wird der baufällig gewordene hölzerne Teil des Gebäudes durch Ziegel ersetzt. Ein erneuter Umbau im neugotischen Stil (Stufengiebel, links und rechts von zwei Türmchen eingerahmt) erfolgt in den 70/80er Jahren des 19. Jahrhunderts unter Bürgermeister Matthias Heilmaier. 1893 wird eine Skulptur der Friedensgöttin „Eirene“ auf dem Giebel aufgestellt, die sein Sohn, der Bildhauer Max Heilmaier (1869-1923), als erstes bedeutendes Werk geschaffen hat, an der Stirnseite befindet sich ein vom selben Künstler gestaltetes Bronzewappen des Marktes Isen.

In den 1930er Jahren wird das Gebäude renoviert, bis 1936 ist die Verwaltung des Marktes Isen hier untergebracht. Das nunmehr „Alte Rathaus“ wird fortan als Schule (Klassenzimmer), Bauhof und Feuerwehrhaus genutzt, im Erdgeschoss befanden sich unter Arkaden verschiedene Kramerläden, im Keller eine Arrestzelle, nach dem Zweiten Weltkrieg sind vorübergehend sogar Flüchtlinge einquartiert.

Im Jahre 1969 wird nach dem Bau eines neuen Schulhauses am Bräuanger auf Initiative von Zeno Pfest (1903-1982), Lehrer, engagierter Heimatforscher und Ehrenbürger des Marktes Isen, im eigentlichen Rathaussaal ein Heimatmuseum eingerichtet.

Nach Pfests Tod betreut sein Nachfolger Rupert Fruth die heimatkundlichen Sammlungen, zahlreiche museumswürdige Objekte werden zusammengetragen und zu deren Präsentation Vitrinen besorgt, das Gebäude wird renoviert (Heizung, Elektroinstallation), der Speicher kann nach der Ausbesserung des Daches als Depot verwendet werden.

Die Sammlungen, die nun auf vier Räume verteilt sind, umfassen handwerkliche und landwirtschaftliche Gerätschaften sowie verschiedene Exponate aus der Geschichte von Isen und Umgebung (Handel und Gewerbe, Zunft- und Vereinswesen usw.)

Im Frühjahr 1998 wird ein „Arbeitskreis für Heimatpflege und Kultur“ ins Leben gerufen, der fortan das Heimatmuseum betreut, die Inventarisierung der Bestände ist im Gange.

Die erste Sonder-Ausstellung innerhalb der Reihe „Isener Landschaften und Persönlichkeiten“ handelte über den Bildhauer Prof. Max Heilmaier (1867-1923), von seiner Galvano-Plastik „Eirene“, die wegen material- und umweltbedingter Schäden geborgen werden mußte, konnte Dank der Spendenfreudigkeit Isener Bürger ein Nachguss am 14. August 1999 an ihrem angestammten Platz auf dem Giebel des Alten Rathauses aufgestellt werden.

Weitere Ausstellungen hatten die am Ort befindlichen denkmalgeschützten Häuser zum Thema, die Wirtshäuser und Brauereien und zuletzt von Mai 2001 bis Herbst 2002 die Mühlen im oberen Isental.



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Das Heimatmuseum befindet sich im Alten Rathaus am Marktplatz
Öffnungszeiten: jedes 2. Wochenende im Monat
samstags von 14.00 - 16.00 Uhr - sonntags von 10.00 - 12.00 Uhr 
und nach Vereinbarung
Franz Wenhardt, Tel: 08083 - 339
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Copyright ©  2001 - Barbara Bernauer, Isen
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