Isen-Chronik-Stationenzum Überblick Wappenbeschreibung

Der alte, freundliche Markt Isen, im Herzen des oberen Isentals, einem reizvollen Altmoränenland, blickt auf eine ehrwürdige Geschichte zurück. Eine Reihe von Sprachdenkmälern aus der keltischen, der keltoromanischen und der Zeit der bayuwarischen Landnahme künden von der frühen Besiedelung unserer engeren Heimat. 
Eingebettet zwischen Hügelketten und ausgedehnten Waldungen liegt der Markt Isen im Osten von München. Die keltische Flußbezeihnung "Isana" die  "Schnelldahinfließende", hat dem Ort den Namen gegeben. Von den Bänden der Traditionen von Freising wird festgehalten, daß in der viertältesten Urkunde dieses Quellenwerks Grundstückshändel im Orte Isen aufgefürt sind. Aus dieser Urkunde geht hervor, daß es 747 einen Ort mit dem keltischen Namen "Isen" gegeben hat, in dem eine Kirche stand, die dem heiligen Zeno geweiht war. Bischof Joseph von Freising, der zweite Nachfolger des Hl.Korbinian, baute die Zelle Isen zu einem  lebensfähigen Benediktinerkloster aus. Das Kloster Isen zählte zu den ältesten Klöstern auf altbayerischem Boden. Von ihm strömte schon im 8. Jahrhundert christliche Kultur in die umgebenden Lande. 

Die Ungarneinfälle zwischen 895 und 955 zerstörten das Kloster Isen. Aber um 1100 erweckten Augustiner-Chorherren das vormalige Benediktinerstift zu neuem Leben. Sie verblieben  bis 1802. 
Ein Jahrtausend wurde die Geschichte Isens und des oberen Isentales Herrschaftsgeschichte. Die Gründung der Herrschaft Burgrain legt der Chronist in das Jahr 808, da Bischof Atto die Burg Burgrain mit den dazugehörigen Gütern von dem Fagan Rifwin durch Tausch erwarb. Verwaltungssitz der Herrschaft war Isen. Der Herrschaftsverwaltung unterstand auch der Magistrat des Marktes. Das Stift St. Zeno bildete einen selbständigen Verwaltungskörper. Heute noch zeigen eine Reihe von mächtigen Grenzsteinen - meist aus dem Jahre 1725 - die ehemalige Herrschaftsgrenze. 
Im Jahre 1434 erhielt Isen von Kaiser Sigismund durch Vermittlung des Bischofes Nikodemus die Marktrechte verliehen. 
Das Marktwappen bekam die Bürgerschaft 1548 von Kaiser Karl V. In Isen und im Herrschaftsgebiet erblühte ein reiches Zunftleben. Der Donner der Geschütze aus der Schlacht von Hohenlinden im Jahre 1800 leitete für unsere engere Heimat eine neue Zeit ein. Die  Säkularisation beendete 1802 die alte Zeit. burgrainDas Chorherrenstift Isen verfiel der Auflösung, die  Fürstbischöflich-freisingische Herrschaft Burgrain kam an Bayern. 
Ab 1862 bildeten sich im oberen Isental die politischen Gemeinden Mittbach, Schnaupping-Thonbach, Westach, Isen, Lengdorf. 
1971 Die Gemeinden Westach, Schnaupping und Isen schließen sich zur Marktgemeinde Isen zusammen. 
1972 Durch die Gebietsreform wird der Landkreis Wasserburg am 01. Juli aufgelöst. Die Gemeinden Isen und Mittbach kommen zum Landkreis Erding. 
1978 Die Gemeinde Mittbach wird zum 01. Mai eingemeindet. Die Fläche des Gemeindegebietes beträgt nunmehr 4389 Hektar. 
1983 Die Gemeindepartnerschaft zwischen dem Markt Isen und der Gemeinde Ernstbrunn/ Niederösterreich wird besiegelt. 
1984 Die Marktgemeinde feiert 550 Jahre Markterhebung. 1997 Festjahr der Marktgemeinde zum 1250-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. 
1978 schloß sich auch die Gemeinde Mittbach an. 
1. Bürgermeister des Marktes Isen ist seit 1. Mai 1996 Herr Siegfried Fischer.  Heute zählt die Marktgemeinde Isen ca. 5.000  Einwohner und gehört seit 1972 zum Lankreis Erding.  sen hat sich eine gesunde Ländlichkeit bewahrt und zeigt gleichzeitig als kleines Wirtschaftszentrum des Isentals die Aufgeschlossenheit für das Moderne. 


Copyright ©  2001 - Barbara Bernauer, Isen
abc-net