211-217 Der römische Kaiser Antonius Caracalla nennt in seiner Beschreibung über die Entfernung der römischen Stationen untereinander den Fluss Isen der zum Inn führt "Iseniscus"
747 Die erste urkundliche Erwähnung Isens erfolgte im Jahre 747. Bischof Josef von Freising, der zweite Nachfolger des Hl. Korbinian, baute die Zelle Isen zu einem lebensfähigen Benediktinerkloster aus.
750 Baubeginn des Stiftes Isen
752 Die erste Kirche in Isen ist 752 beurkundet. Das Kloster Isen zählte zu den ältesten Klöstern auf altbayerischem Boden. Von ihm strömte schon im 8. Jahrhundert christliche Kultur in die umgebenden Lande. Das Kloster Isen wandelte sich früh schon zum Kollegialstift St. Zeno, das bis zur Säkularisation 1802 erfolgreich wirkte. 
808
Die Herrschaft Burgrain wird gegründet, Bischof Atto erwirbt die Burg Burgrain mit den dazugehörigen Gütern von dem Fagan Rifwin durch Tausch. Verwaltungssitz der Herrschaft war Isen und unterstand  auch der Magistrat des Marktes. Das Stift St. Zeno bildete einen selbstständigen Verwaltungskörper. Heute noch zeigen eine Reihe Grenzsteine die ehemalige Herrschaftsgrenze.
1100 Die Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert fügten dem aufstrebenden kirchlichen Leben schweren Schaden zu. Stiftisches Leben erwacht in Isen erst wieder um 1100 unter den Augustiner Chorherren. Den schönsten Zeugen des Kollegiatstiftes stellt die ehemalige Stiftskirche St. Zeno dar.
1200 Um 1200 als dreischiffige Pfeilerbasilika durch Probst Ulrich vollendet, birgt sie ein herrliches romanisches Portal, eine sehenswerte       zweiteilige Krypta und eine stolze Vorhalle von 1410.
1305 Dem Markt Isen wird ein eigenes Getreidemaß bezeugt
1400 Errichtung der Vorhalle des St. Zeno-Münsters
1410 werden die Isener zum ersten Mal "Bürger" genannt "Purger ze isen"
1430 brennen das Chorstift und die Stiftskirche mit ihrer Einrichtung völlig nieder
1433/34 Durch Vermittlung des Bischofs Nikodemus erhält Isen erhält die Marktrechte. Verliehen durch Kaiser Sigismund "zw ysen in dem marckht
1435 Am 3. Mai werden für das Konzil in Basel und in Konstanz einige Isener Chorherren als Zeugen geladen, was die Wichtigkeit des Isener Stiftskapitels herausstellt. Die Privilegien der Isener werden ebstätigt und den Bistümern Salzburg und Augsburg als Abschrift übergeben, um somit dem Isener Stiftskapitel Ruhe und Sicherheit gegenüber der Herrschaftsverwaltung Freising zu gewährleisten.
1458 Am 28. November beauftragt Papst Pius II. den Ebersberger abt Eckhart, die Vereinigung der Pfarrei Burgrain mit dem Stift Isen vorzunehmen.
1476
Die St. Zeno-Büste (heute im Bayer. Nationalmuseum) wird von Ladislaus de Achdorf für das St. Zeno-Münster gestiftet.
1513 Der gotische Vorbau des St. Zeno-Münsters, ein Netzgewölbe mit Wappen als Schlussteine, wird gebaut.
1548 Am 19. Juni bekommt die Bürgerschaft  aufgrund der  Marktrechte einen kaiserlichen Wappenbrief verliehen. Kaiser Karl V. empfängt in Regensburg eine Abordnung aus dem Markt Isen und bestätigt die Marktrechte durch seine Hofkanzlei in Augsburg. In Isen und im Herrschaftsgebiet erblühte ein reiches Zunftleben. Wappen: Ein urkundliches, gut geschnittenes SIGILLVM CIVIVM OPPIDI ISEN zeigt die Melusine in einem Schilde, den alle späteren Siegel beibehalten. Es ist schwer verständlich wie der bei dem alten Kloster Isen erwachsene Markt, der an dem kleinen, in den Inn mündenden Flüßchen Isen liegt, zu diesem Wappen kam. In der im Original erhaltenen Urkunde wird die Sagengestalt als Sirene bezeichnet und ihre Kleidung genau beschrieben. Vermutlich wählte man das eigenartige Symbol, weil der Ort nach dem Flüßchen Isen benannt ist und die Renaissancezeit nach antikem Vorbild die Natur mit Fabelwesen zu bevölkern pflegte. Seit 1554 sind Siegel mit dem Wappen bekannt. 
Aus Ludwig Heilmaier: "Der alte Magistrat des Marktes Isen". Beschreibung des Isener Marktwappens, entnommen dem Ordinariatsarchiv Heckenstalleriana 126 Rotamina, 424. Blatt: 
"Der großmächtige Kaiser Karl, seines Namens der Fünft, hat dem dasigen Kammerer und Rat nebst anderen von Kaiser Sigismund - 1410 bis 1437 - gnädigst geschenkten Marktrechten und Privilegiis - das sichernde Wappen mitbestätigt, bestehend in einem blauen oder lasurfarbenen Schilt, darin eine Sirene, nemblich ain Jungfrauenbild bis zu halben leib in Roth gekleidt mit ainem ausgeschnitten Goller, halben Ermeln bis zum Elenbogen, die Klaidung unten und die Ermeln auch ausgeschnitten und mit gelb verpremt, zu arben einen gelben aufgebundenen Haar, habend auf ihrem Haupt ain gelb oder goldfarben Königliche Kron, und anstatt des untern tails Ihrs leibs zween Vischschwänz dieselbe in ihren Händen beiderseiten aufrecht haltend. Gegeben zu Augsburg, 19. Tags des Monats Juni 1548." 
1574 Vermarkung der Grenzsteine zwischen der Herrschaft Burgrain und der Grafschaft Haag
1600 Herzog Max verlangt von den Ortschaften Burgrain und Isen eine Begründung, warum sie seit über 40 Jahren keine Malefizpersonen verurteilt haben. Der Pfleger von Erding bestätigt dies 1601 mit der Begründung, dass die Isener nur Kosten der Auslieferung sparen wollten. Die zu Rute und Schwert Verurteilten müssen in Isen und die zum Strang verurteilten müssen auf Kosten der Burgrainer an der Grenzsäule den Erdinger Amtsleuten übergeben werden.
1630 Die Schwedenkrieger rauben alles Kostbare aus Kirchen und Häusern. Kaiser Ferdinand II. bestätigt den Isenern die Rechte, die sie von Kaiser Sigismund 1438 erhalten haben. Da aber die Isener ohne Bischof Veit Adam gefragt zu haben, nach Regensburg fahren, wird der gesamte Rate samt Kämmerer durch gehorsamere Bürger ersetzt.
1631 Der Markt Isen wird zum Dorf degradiert und gilt danach 23 Jahre lang nur als Dorfschaft.
1632 überfallen versprengte bayerische und schwäbische Horden den Markt Isen und das Schloss Burgrain. Sie brennen in Isen 24 Häuser nieder und hacken in Burgrain einem Bauern den Kopf ab.
1638 brennt der ganze Obermarkt mit 47 Häusern bis auf die Grundmauern nieder - unter ihnen das Stift, die Kirche und sämtliche Schriften. Gerichtsschreiber Christian Itt kann nur sein Leben retten.
1640
Der Kupferstecher Merian zeichnet den Markt Isen
1653 Das Dorf Isen bekommt seine Marktprivilegien von Fürstbischof albert Sigismund, Herzog von Bayern, wieder zurück.
1660 Das hiesige Gotteshaus St. Zeno wird mit vielen Verzierungen wieder errichtet. Die Liebesbundstiftung, ein Sozialwerk der bischöflich-freisingischen Herrschaft Burgrain, wird gegründet.
1699 Das barocke Kleid erhielt St. Zeno 1699. Wie die kirchlichen, wandelten sich auch die politischen Verhältnisse im oberen
Isental bereits in früheren Zeiten. Die Bischöfe von Freising erlangten im Laufe der Zeit die Hoheitsrechte in unserer Heimat. Das kleine bischöfliche Territorium ging unter dem Namen "Herrschaft Burgrain" in die Geschichte ein. 
1701 Der Kupferstecher Wenning zeichnet den Markt Isen und den Herrschaftssitz Burgrain.
1717 Die Streitigkeiten um die Halsgerichtsbarkeit werden am 31. Mai endgültig beigelegt.In Burgrain müsse ein Galgen errichtet werden. Dieser wrid aber in Isen auf dem Ziegelberg errichtet, wo schon von alters her einer stand.
1739 Statistische Beschreibung des Marktes Isen. Zu der Zeit hat der Markt 135 anwesen.
1760 Die Kirche St. Zeno wurde ausstukkiert und das Stift Isen feiert 9 Tage lang sein 1000-jähriges Bestehen
1784 Gründung der erzbischöflichen privilegierten Feuerschützen St. Nepomuk in Isen am 25. Januar
1800
Am 3. Dezember leitet der Donner der Geschütze aus der Schlacht von Hohenlinden   für unsere engere Heimat eine neue Zeit ein. Am 20. September sollen im Anwesen Gfüllner in der Gemeinde Mittbach Waffenstillstandsverhandlungen stattgefunden haben.   das Stift St. Zeno und der alte Magistrat endeten mit der Säkularisation.  die Schlacht von Hohenlinden
1802 Säkularisation. Am 26. November wird das Hochstift Freising und damit die Herrschaft Burgrain aufgelöst. Bis zur Gründung des Landgerichtes Erding ist eine Landesdirektion für Isen zuständig. Das obere Isental wurde bayerisch, die Gemeinden entstanden. 
1803 das Kollegialstift wird aufgelöst
1808 Nach der Landvermessung gehören nun Isen, Mittbach, Schnaupping und Westach, ehemals Herrschaft Burgrain, zum Landgericht Erding. Es entstehen die politischen Gemeinden. 
Die Basispyramide in Aufkirchen bei Erding. 
Von hier bis München-Oberföhring wurde 1801 die Basisstrecke ausgemessen
1822 Schulhausbau in Isen
1830 Erster Schulhausbau in Mittbach
1847 wird die erste Gendarmeriestation in Isen eingerichtet
1860 Am 1. April wird in Isen eine Brief- und Fahrpostexpedition ohne Poststall eingerichtet.
1876 Der Markt Isen bekommt 15 Petroleumlampen als Straßenbeleuchtung
Abriss der alten Schule, des alten Jägerhauses, in Burgrain. Der Bau der neuen Schule erfolgt an der gleichen Stelle.
1884 Bau der ersten Kanalisation in Isen
1893 Die Wasserleitung aus dem Jahr 1691 aus Holzdeichen wird durch Gussrohre ersetzt
1897 In der Lohmühle erzeugt Xaver Mittermaier zum ersten Mal Strom für den Markt Isen.
1898 Am 21. Juni des Jahres wird die ersten Apotheke in Isen, die St. Zeno-Apotheke, in das Firmenregister eingetragen.
1900 Die Bahn fährt zum ersten Mal am 27. September ab in Richtung Haag in OB
1901 Eröffnung des ersten Isener Kindergartens, gebaut durch die Mutzel- und Mittermaiersche Kleinkinderbewahranstalt.
1904 Im Haus des Kaufmanns Wimmer wird die erste öffentliche Telefonstelle eingerichtet.
1905 Auf Schloss Burgrain wird ein Blindenheim gegründet.
1908 Als erster Autobesitzer von Isen fährt Dr. Christ durch den Ort mit ca. 800 Einwohnern.
1909 Neubau des Schulhauses in Mittbach
1914 Bau der ersten Turnhalle in Isen
1925 Isen zählt 1.060 Einwohner
1936 entsteht die Schwesternstation des Dritten Ordens für Isen und Umgebung
1952 Erster gemeinnütziger Wohnungsbau in Isen, die Josefssiedlung entsteht
1960 Erdgas kommt nach Isen
1964 die Kläranlage wird gebaut
1968 Die Volksschule am Bräuanger wird fertiggestellt und eingeweiht. Der Personenverkehr der Eisenbahnlinie Thann/Matzbach - Isen - Haag wird eingestellt
1971 Die Gemeinden Westach, Schnaupping und Isen schließen sich zur Marktgemeinde Isen zusammen.
1972 Durch die Gebietsreform wird der Landkreis Wasserburg am 01. Juli aufgelöst. Die Gemeinden Isen und Mittbach kommen zum Landkreis Erding. 
1974 Am Bräuanger wird ein neuer kirchlicher Kindergarten gebaut. Das ehemalige Liebesbundhaus, zuletzt Armenhaus, wird abgerissen. An gleicher Stelle wird die Filiale Isen der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg erbaut. Der Güterverkehr der Bahn wird eingestellt, ein Teil der Gleise abmontiert.
1978 Die Gemeinde Mittbach wird zum 01. Mai eingemeindet. Die Fläche des Gemeindegebietes beträgt nunmehr 4389 Hektar. Die Verwaltungsgemeinschaft Isen-Lengdorf entsteht und wird nach nur einem Jahr, zum 1. Januar 1980, wieder aufgelöst. Der Markt Isen erwirbt das ehemalige Meindl-Grundstück mit Villa, die später der Liebesbundstiftung übereignet wird.
1980 Das Loipfinger Quellwasser wird nach über 5 Jahren erstmals wieder in das Isener Wassernetz eingespeist.
1981 Fertigstellung der Kanalisation Mittbach-Pemmering-Daxau-Kemating
1983 Die Gemeindepartnerschaft zwischen dem Markt Isen und der Gemeinde Ernstbrunn/ Niederösterreich wird besiegelt.  Die Einwohnerzahl überschreitet 4000.
1984 Die Marktgemeinde feiert 550 Jahre Markterhebung. 
1988 Das Sport- und Freizeitgelände auf dem ehemaligen Meindl-Grundstück wird eingeweiht. Die neue Doppelsporthalle wird fertiggestellt.
1990 Die schweren Februarstürme "Vivian" und "Wiebke" zerstören riesige Waldflächen im Gemeindebereich.
1991 Die Einwohnerzahl steigt auf 4400. Für den Kindergarten in Mittbach wird die vorzeitige Baugenehmigung erteilt. Die Fertigstellung erfolgt 1992.
1993 Das ehemalige Macis-Gebäude an der Mühlbachstraße wird von der Gemeinde erworben. Ein Kindergarten wird eingerichtet und nimmt im Oktober den Betrieb auf.
1995 Burgrain wird kanalisiert im September 1996 sind die Arbeiten abgeschlossen.
1997
Festjahr der Marktgemeinde zum 1250-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. 

Die Renovierung des alten Dechanthofes am St. Zeno-Platz, das sog. Brunauerhaus, ist abgeschlossen. Auf Initiative von Herrn Pfarrer Hlawitschka wurde das Gebäude nur mit Eigenleistung und Spendengeldern restauriert - es erhält später den Fassadenpreis des Landkreises Erding. 
Die Einwohnerzahl übersteigt 5000.

1998 Im September erfolgt der Spatenstich für das Gewerbegebiet in Isen in Niederbachleiten. Am 17. November schließt das Postamt seine Pforten, im Schreibwarengeschäft Nußrainer eröffnet eine Postagentur.
1999
Am 1.2. geht der Isener Radiosender "Hitwelle Isental" im Kabelkanal auf Sendung. 
Am 22./23. Mai feiert die Freiwillige Feuerwehr Schnaupping ihr 125 Gründungsfest. 
Am 9./10.Juli findet die 90 Jahr Feier des Turn- und Sportvereins statt. 
Am 11. August totale Sonnenfinsternis. 
Durch Spenden der Isener Bürger wird die Eirene in einer Straubinger Bronzewerkstatt neu gegossen. Sie soll den Giebel des alten Rathauses krönen. Am 14. August fand die feierliche Übergabe der Figur an die Isener Bürger statt. Eirene ist eine Tochter des Zeus und der Gesetzesgöttin Themis. Ihre Schwestern sind Eunomia und Dike
6. und 7. November Festkonzert und Sängerfest des Sängerkreises Erding "130 Jahre Liedertafel Isen".
 
2000 Im Februar wird im ehemaligen Pfarrheim ein Jugendtreff (JOGI - Jugendorganisation) eröffnet. 
 
Der Ortsverschönerungsverein OVV feiert sein 100-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen.
Ein Architekturbüro wird beauftragt, vorbereitende Untersuchungen zur Sanierung des Ortskerns im Rahmen des Städtebauförderungsprogramm durchzuführen.
An der "Lengdorfer Straße" und beim "Schinderbach" wird ein Bebauungsplan beschlossen. 
Am 1. Juli findet auf der "Ertlmeier Wiese" in Rosenberg das 1. Isener Rossrennerts statt. 
Im Juli/August wird im Schlosshof Burgrain die Komödie von Peter Hacks "Frieden" nach Aristophanes aufgeführt.
2001
Die Hitwelle Isental kann seit Februar auch über Antenne von über 50.000 Hörern empfangen werden. 
Die Freiwillige Feuerwehr Mittbach feiert ihr 125-jähriges Gründungsfest
Im September wird im gemeindlichen Kindergarten an der Mühlbachstr. eine zweite Kindergruppe eingerichtet. "Der gekrönte Mohr" eine Wanderausstellung zur Geschichte der Besitzungen des Freisinger Hochstifts findet im November statt. Den Gemeinden Lengdorf und Isen ist es gelungen, diese Ausstellung im Pfarrheim zu zeigen.
Die Planungen für das Altenheim östlich der Kreuzstarße werden vorangetrieben.
 
2002
Der Bebauungsplan "an der Steinlandstraße" wird beschlossen. 
Bei der Kommunalwahl im März wird Siegfried Fischer erneut Erster Bürgermeister und zum ersten Mal werden 20 Gemeinderäte gewählt. 
Der Neubau des Gerätehauses der  Feuerwehr Westach ist abgeschlossen, am 30. Juni feiert die Freiwillige Feuerwehr Westach ihr 125-jähriges Gründungsfest
Aus den Anwesen Strich 1 wird der Ortsteil "Göttner" und aus dem Strich 3 der Ortsteil "Seidelstetten"

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